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Youngtimer – von 0 auf 130

 

Mein Name ist Marijana, ich bin 26 Jahre alt und komme aus Bosnien. Im Dezember 2018 verließ ich meine Heimat und zog nach Wien. Das war keine leichte Zeit für mich, denn ich wusste, dass ich trotz fehlender Deutschkenntnisse schnell eine Arbeit finden musste. Zuvor hatte ich ein ganz anderes Leben geführt, ich war noch sehr jung und hatte mit meiner Mama zusammengelebt. Jetzt fand ich mich plötzlich alleine in dieser neuen Welt wieder. Ich musste alles selbst schaffen und viel zu schnell erwachsen werden. Besonders am Anfang fiel mir das sehr schwer. Aber trotzdem hatte diese Zeit auch ihre guten Seiten: Sie hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. 

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Schwester habe. Sie half mir beim Deutschlernen und bestand darauf, dass wir auch miteinander nur Deutsch sprechen. Auch mein Papa trug einiges dazu bei. Er drängte von Anfang an darauf, dass ich parallel zur Arbeit sofort mit einem Deutschkurs beginne.

 

Seit März 2019 arbeite ich nun für ISS. Ich habe als Reinigungskraft begonnen, was schwierig war, ohne die Sprache zu verstehen. Doch während der Arbeit mit den Pflegekräften und dem ISS-Personal lernte ich viel, und schon nach einigen Monaten begann ich, auf Deutsch zu kommunizieren.

 

Zu Beginn hätte ich mir nie gedacht, dass mir diese Branche gefallen könnte. Doch ich entwickelte mich von der Reinigungskraft zur Vorarbeiterin. Die erste Zeit als Vorarbeiterin hielt für mich einige Herausforderungen bereit, denn ich war noch sehr jung. Ich musste mit Autorität auftreten, dabei gleichzeitig aber immer freundlich sein. Oft war ich unsicher, wie ich mich in schwierigen Situationen verhalten sollte. Vor allem die Arbeit mit Menschen, die wesentlich älter waren als ich, fiel mir nicht leicht. Oft hörte ich: »Was machst du hier, du bist ja noch so jung!« Oder sogar: »Warum suchst du dir keinen besseren Job?« Diese Aussagen ließen mich wirklich zweifeln und ich überlegte ernsthaft, ob ich ISS verlassen sollte. Hinzu kam dann die Covid-Zeit, die uns als Reinigungskräfte – speziell im Gesundheitswesen – vor unglaublich große Herausforderungen stellte. Manchmal dachte ich: Das schaffe ich alles nicht, es ist mir zu viel. Doch es ging trotzdem weiter und meine Arbeit wurde gesehen. Nach Covid bekam ich eine neue Position und somit die Chance, als Service Managerin zu arbeiten.

Visekruna Marijana
Service Managerin
ISS Österreich
ISS-Mitarbeiterportraits-2026-Marijana-Visekruna

Heute führe ich 130 Menschen, ein Wachstum von 0 auf 130 in nur wenigen Jahren. Weil ich erst 26 bin, musste ich immer ein bisschen schneller wachsen, um den Anforderungen gerecht zu werden. In manchen Momenten wusste ich selbst nicht, ob die vielen Entscheidungen, die ich zu treffen hatte, richtig oder falsch waren. Doch all diese kleinen Momente haben mich zu der gemacht, die ich heute bin. Und auch Sajima, meine Vorgesetzte, hat daran ihren Anteil. Ich möchte mich bei ihr bedanken, weil sie immer hinter mir gestanden und mir geholfen hat, in den schwierigsten Situationen gute Entscheidungen zu treffen. Und was wäre meine Karriere ohne Berni? Er arbeitet bei uns im Büro und findet an jedem schweren Tag auch etwas Schönes, allem Negativen kann er etwas Positives entgegensetzen, sodass wir uns nie entmutigen lassen.

 

Für mich sind mein Job und meine Karriere bei ISS nach wie vor eine große Herausforderung, aber auch eine Bereicherung. Ich konnte aus meiner Arbeit schon vieles für mein Privatleben mitnehmen. Der Posten als Service Managerin hat mir sehr viel beigebracht, zum Beispiel, Verantwortung zu übernehmen und den Fokus darauf zu legen, ein wirklich gutes Team aufzubauen. Heute verstehe ich meine Position nicht nur als Job, sondern als Verantwortung, und mich selbst nicht nur als Führungskraft, sondern auch als Mensch

"Ich versuche meine Mitarbeiter:innen so zu behandeln, wie eine Mutter ihre Kinder behandelt, mit Respekt, Geduld, Verständnis und manchmal auch mit klaren Worten. Mir ist es wichtig, dass sie sich sicher fühlen und dass sie wissen, dass jemand hinter ihnen steht. Sie sind keine Zahlen, sondern Menschen mit Sorgen, Familien und eigenen Geschichten."

Ich versuche meine Mitarbeiter:innen so zu behandeln, wie eine Mutter ihre Kinder behandelt, mit Respekt, Geduld, Verständnis und manchmal auch mit klaren Worten. Mir ist es wichtig, dass sie sich sicher fühlen und dass sie wissen, dass jemand hinter ihnen steht. Sie sind keine Zahlen, sondern Menschen mit Sorgen, Familien und eigenen Geschichten. Deshalb versuche ich so oft wie möglich, bei mir selbst anzufangen und frage mich: Was kann ich besser machen? Wie kann ich helfen? Wie kann ich die Situation verbessern? Denn ich bin mir sicher, gute Führung beginnt immer bei einem selbst. Wenn ich andere respektiere, bekomme ich Respekt zurück. Wenn ich Verständnis zeige, erhalte ich Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen ist für mich die Basis eines starken Teams.

Die Menschen, die mich seit meiner Zeit bei ISS kennen und mich heute treffen, sagen »Bravo« und sind stolz darauf, wie ich mich entwickelt habe. Ich mag, was ich mache, und würde ISS jederzeit weiterempfehlen. Denn hier habe ich unglaublich viel über mich selbst, über Menschen aus rund 100 verschiedenen Kulturen und über Zusammenhalt gelernt. 

Über die Autorin

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Visekruna Marijana

Service Managerin

Seit 2019 ist Marijana Visekruna bei ISS Österreich tätig. Als Service Managerin betreut sie Kundenstandorte und führt rund 130 Mitarbeitende. Besonders geschätzt werden ihr respektvoller Umgang, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr ausgeprägter Teamgeist.