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400 Mal guten Appetit

 

Jede Geschichte hat einen Anfang. Meine ist eine glückliche und beginnt so: Ich wurde 1967 in Rumänien geboren und arbeitete dort und in Portugal ungefähr zwölf Jahre lang, bevor ich nach Österreich kam. 

 

Im Jahr 2018 hatte ich das Glück, eine Arbeitsstelle bei ISS zu finden. Praktisch gleichzeitig mit dem Start von ISS im Bereich der Gastronomie begann auch meine Tätigkeit, denn dieses Geschäftsfeld wurde damals gerade erst aufgebaut. Und wir sind zusammengewachsen. Vom ersten Tag an war ich sehr positiv beeindruckt von der Location; der Küche, dem Speisesaal und dem Wintergarten, in dem ich arbeiten sollte. So hat meine Arbeit begonnen, und heute bin ich nun schon seit fast acht Jahren hier.

 

Diese acht Jahre waren schöne Jahre für mich, auch wenn es zahlreiche Veränderungen gab: Chef:innen, Köch:innen und Mitarbeiter:innen kamen und gingen – und mit ihnen gab es gute und weniger gute Zeiten. Mich persönlich beschäftigten Veränderungen immer sehr, weil ich oft nicht wusste, mit welchen neuen Regeln eine Führungskraft beginnen würde. Aber ich lernte viel daraus. Mit meiner Tätigkeit fing ich ganz unten an: Ich bereitete Salate und Desserts zu, servierte – also alles, was anfiel. Doch schon nach kurzer Zeit konnte ich aufsteigen und begann schließlich, an der Kasse zu arbeiten.

 

Eine Zeit lang arbeitete ich mit einem jungen Chef zusammen, wir wuchsen praktisch gemeinsam, und dafür bin ich ihm dankbar, denn vieles von dem, was ich heute weiß, habe ich in dieser Zeit gelernt. Nach mehreren Veränderungen haben wir heute einen neuen Chef, und ich muss sagen: Er ist in vielerlei Hinsicht ein echter Profi. Unser Team besteht inzwischen aus rund sieben Personen, die seit Beginn dabeigeblieben sind. Wir halten zusammen wie eine kleine Familie, sind aber auch bereit zu wachsen und freuen uns immer darüber, neue Kolleg:innen aufnehmen und unterstützen zu dürfen.

 

Nun möchte ich euch noch erzählen, wie mein Arbeitstag eigentlich aussieht: Er beginnt bereits um 6 Uhr morgens und endet um 14:30 Uhr. Ich finde, das ist ein sehr guter Dienstplan. In der Früh bereite ich das Frühstück vor. Es gibt verschiedene Brotsorten, Brötchen, Croissants und viele andere appetitliche Speisen. Zwischendurch bleibt dabei auch Zeit, um einen Kaffee zu trinken. Dann kommt unser Chef, begrüßt jeden und jede von uns mit einem Lächeln und fragt, wie es uns geht. Das ist für uns sehr wichtig, denn wir bekommen dadurch positive Energie für den Tag.

Avram Maria
taste‘njoy Servicekraft
ISS Österreich
ISS-Mitarbeiterportrait_Avram

Dann kommen auch schon die ersten Gäste. Es folgen Kaffee, Frühstück und viele kurze Gespräche. Meine Kund:innen sind für mich auch Freund:innen. Zu vielen habe ich eine sehr schöne Verbindung, unabhängig von ihrer Position in der Firma. 

 

Die Frühstückszeit endet um 10 Uhr. Direkt im Anschluss bereiten wir dann das Mittagessen vor. Dabei achte ich immer darauf, dass alle Kühlschränke gut gefüllt sind, dass genügend Getränke eingekühlt sind. Zudem kontrolliere ich die Kaffeemaschine und überprüfe, ob Servietten und Gewürze auf allen Tischen stehen. 

Danach beginnt dann die Essensausgabe, dabei erwarte ich alle unsere Gäste mit einem Lächeln an der Kasse. Jeden Tag kommen ungefähr 400 Personen, das bedeutet, dass ich etwa 400 Mal am Tag »Guten Appetit« und »Danke« sage.

 

Natürlich passieren bei so viel Arbeit während des Mittagsservice auch manchmal kleine Zwischenfälle: Ein Gast hat nicht genug Geld dabei, jemand tauscht eine Beilage, ein anderer nimmt sich zu viel Salat. Aber ich versuche immer, jedes Problem so zu lösen, dass sowohl der Kunde oder die Kundin als auch wir zufrieden sind.

 

Als Anerkennung für meine Arbeite erhalte ich viel Lob von der Leitung des Unternehmens. Zwei besondere Gratulationen haben mir sehr viel Motivation gegeben weiterzumachen und meine Arbeit immer besser zu erfüllen, damit ich niemanden enttäusche.

"Wir halten zusammen wie eine kleine Familie, sind aber auch bereit zu wachsen und freuen uns immer darüber, neue Kolleg:innen aufnehmen und unterstützen zu dürfen."

Wenn ich zwischendurch einmal kurz Zeit habe, versuche ich, meinen Arbeitsplatz an der Kasse zu dekorieren. Ich finde es schön, je nach Jahreszeit und Anlass meine Kund:innen positiv überraschen zu können. Mittlerweile ist es sogar so, dass am Ende jeder Saison schon viele gespannt darauf warten, welche Dekoration als Nächstes meine Kasse schmücken wird. Es macht mich wirklich glücklich, ihre Freude zu sehen. Und zu Fasching habe ich mit Kolleg:innen den ganzen Saal dekoriert, obwohl das weder vorgeschrieben noch unsere Aufgabe ist, aber das war uns egal und den Kund:innen hat es sehr gut gefallen! 

 

Wenn die Essensausgabe endet, haben wir noch eine halbe Stunde Zeit, um alles zu reinigen. Das geht schnell, weil wir mittlerweile ein gut eingespieltes Team sind. Danach beende ich meinen Arbeitstag glücklich, manchmal müde, aber fast immer mit viel Zufriedenheit. Ich bemühe mich, meine Arbeit jeden Tag noch besser zu machen. Ich liebe das, was ich tue, mein Arbeitsplatz ist für mich wie ein zweites Zuhause.

 

Ich bin sehr glücklich, in dieser Firma zu arbeiten, und manchmal denke ich mit ein bisschen Wehmut an den Tag, an dem ich in Pension gehen werde. Aber noch ist es ja zum Glück nicht so weit. Ich mache meine Arbeit mit viel Freude und möchte ISS noch einmal dafür danken, dass man mir eine Chance gegeben hat und ich die Möglichkeit bekomme, mich immer weiterzuentwickeln.


Über die Autorin

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Avram Maria

taste‘njoy Servicekraft

Maria Avram ist seit 2018 bei ISS Österreich tätig. Als taste’njoy Servicekraft unterstützt sie den Service, die Gästebetreuung und die täglichen Abläufe in der Gastronomie. Mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Serviceorientierung und ihrem Einsatz hat sie den Aufbau der Gastronomie von Beginn an mitgeprägt. Für dieses besondere Engagement wurde sie als Kandidatin für den Jahresapple nominiert.