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Ein Gespräch, ein Perspektivenwechsel

 

Es war ein später Novembertag. Schon als ich den Flur entlangging, spürte ich eine leichte Nervosität. Meine Chefin hatte mich zu einem Gespräch gebeten. Ich wusste zwar, dass ich meine Arbeit gewissenhaft mache, aber Gespräche mit Vorgesetzten sind immer etwas Besonderes. Ich klopfte leise an die Tür. »Herein, Kristina«, hörte ich ihre ruhige Stimme sagen.

 

Ich trat ein. Der Raum roch nach frisch gekochtem Kaffee und Papier, durch die großen Fenster fiel kaltes, blasses Licht. In den Regalen stapelten sich die Ordner. Meine Chefin saß an einem Schreibtisch, auf dem eine kleine Pflanze mit dunkelgrünen Blättern stand. Sie trug einen dunkelblauen Blazer, der gleichzeitig ernst und elegant wirkte. Das Haar war ordentlich zusammengebunden, ihr Blick aufmerksam und freundlich. Ihre Haltung strahlte Sicherheit aus, aber keine Strenge. »Setz dich bitte«, sagte sie mit einem kleinen Lächeln. Ich legte die Mappe, die ich mitgebracht hatte, auf den Tisch und setzte mich ihr gegenüber. Mein Herz schlug ein wenig schneller.

 

»Kristina«, begann sie und sah mir direkt in die Augen. »Ich möchte, dass du weißt, dass ich sehr zufrieden damit bin, wie du dein Team führst.« Für einen Moment wusste ich nicht, was ich sagen sollte. In meiner Brust breitete sich Wärme aus. »Vielen Dank«, erwiderte ich schließlich. »Ich bemühe mich, für die Frauen da zu sein und sie zu verstehen. Es ist nicht jeden Tag einfach, aber sie sind gute Mitarbeiterinnen.«

 

Dann lehnte sie sich zurück. »Das merkt man«, meinte sie. »Was mir besonders auffällt, ist die Atmosphäre im Team. Wenn ich vor Ort bin, sehe ich den Respekt und die Ordnung. Aber vor allem spüre ich den Zusammenhalt.« Diese Worte bedeuteten mir viel. Ich dachte an all die Morgen, an denen ich früher gekommen war als die anderen, an all die Gespräche mit Mitarbeiterinnen, wenn es ihnen nicht gut ging, und an Situationen, die schwierig waren, in denen es mir aber trotzdem gelang, in Ruhe eine Lösung zu finden.

 

 

Jonovic Kristina
Vorarbeiterin
ISS Österreich
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»Manchmal frage ich mich, ob ich genug tue«, gab ich zu, »die Verantwortung ist groß.« Sie lächelte wieder. »Zweifel zeigt nur, dass dir die Arbeit wichtig ist. Und das ist bei dir ganz klar. Mach genau so weiter«, sagte sie zum Schluss. »Und wenn du Unterstützung brauchst, komm jederzeit zu mir.«

 

Dieses Gespräch machte mich unglaublich stolz. Als ich aufstand, fühlte sich alles leichter an. Ich gab meiner Chefin die Hand und sagte: »Danke für Ihr Vertrauen. Das bedeutet mir sehr viel.« Als ich das Büro verließ, wirkte sogar der Flur freundlich.

 

An diesem Tag wurde mir bewusst, dass all meine Mühe nicht umsonst ist.

 

Seit 2018 habe ich bei ISS viel gelernt, über die Arbeit, über Menschen und auch über mich selbst. Heute bin ich Vorarbeiterin und leite ein Team fleißiger Frauen, die jeden Tag ihr Bestes geben. Es ist nicht immer leicht, aber es ist ehrliche Arbeit, die mit viel Verantwortung verbunden ist. Und darauf bin ich sehr stolz. 

"Heute bin ich Vorarbeiterin und leite ein Team fleißiger Frauen, die jeden Tag ihr Bestes geben. Es ist nicht immer leicht, aber es ist ehrliche Arbeit, die mit viel Verantwortung verbunden ist. Und darauf bin ich sehr stolz."

Über die Autorin

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Jonovic Kristina

Vorarbeiterin

Kristina Jonovic gehört seit 2018 zu ISS Österreich. Als Vorarbeiterin koordiniert sie Teamabläufe und unterstützt den Alltag vor Ort. Ihre Ruhe, ihr Respekt und ihre verlässliche Führung tragen wesentlich zu starkem Zusammenhalt im Team bei.