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Vom Besen zum Boss

 

Mein erster Arbeitstag begann nicht mit großen Worten, sondern mit Staub, der in der Luft hing, und dem gleichmäßigen Kehren von Besenborsten auf Beton. Die Halle schien endlos, der Boden davor noch weiter. Neben mir arbeitete ein anderer Lehrling, routiniert, als wäre er schon ewig hier. Ich hingegen stand da, beobachtete jede seiner Bewegungen und fragte mich leise: »Wo bin ich da gelandet?« Das war im Juni 1996, als ich meine Lehre für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung bei ISS begann.

 

Damals ging es in unserer Abteilung ziemlich chaotisch zu. Ich dachte mir: »Mach die Lehre fertig und such dir danach so schnell wie möglich etwas anderes.« Doch insgesamt verlief meine Lehrzeit in Ordnung und mit der Zeit begann mir mein Job sogar Spaß zu machen.

Und siehe da: Nach meinem Lehrabschluss fragte mich mein damaliger Chef, ob ich Vorarbeiter werden wolle. Natürlich nahm ich das Angebot an und begriff, dass es für mich hier Möglichkeiten gab, über mich selbst hinauszuwachsen. Es war meine Chance, noch mehr zu erreichen. Mein Interesse für Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten war geweckt, ich lernte viele neue Dinge und übernahm Aufgaben, die eigentlich mein Chef selbst hätte erledigen können. Es machte mir immer mehr Freude, und ich war sehr glücklich in meiner Arbeit.

 

Einige Jahre später kam es dann zu einem Führungswechsel. Die Zusammenarbeit zwischen meinem Chef und seinem neuen Vorgesetzten war nicht gut, die Stimmung verschlechterte sich immer weiter. Dann, eines Freitags Ende September, rief mich der Abteilungsleiter an und bat mich, in sein Büro zu kommen. Als ich eine Stunde später ankam, sah ich das Auto meines Chefs auf dem Parkplatz stehen. »Wo ist mein Chef?«, fragte ich ihn. 

 

Gabor Christian
Service Manager
ISS Österreich
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Der Abteilungsleiter sagte: »Cristian, setz dich.« Ich dachte mir noch: »Okay, was passiert jetzt?« »Ich habe deinem Chef heute gekündigt.« Ich konnte es zunächst nicht glauben und scherzte: »Ja, ja, ganz bestimmt.« Da legte er das Handy und die Autoschlüssel meines Chefs auf den Tisch und sagte: »Glaubst du mir jetzt?« Ich konnte es nicht so ganz fassen und fragte nur: »Okay, und wie geht es jetzt weiter? Wer macht jetzt seinen Job?« Der Abteilungsleiter lachte und schob mir die Schlüssel hin: »Du bist jetzt der neue Chef.« Da sagte ich nichts mehr und dachte mir nur: »Wow, Wahnsinn! Das ist meine Chance.«

 

Am Montag darauf informierte der Abteilungsleiter mein Team darüber, dass ich nun die Leitung übernommen hatte. In dieser Zeit erhielt ich alle notwendigen Schulungen und sehr viel Unterstützung. Als ich dann mein erstes eigenes Firmenauto bekam – einen grauen Renault, innen noch wie neu – war ich sehr stolz und glücklich.

"Ich dachte mir: "Mach die Lehre fertig und such dir danach so schnell wie möglich etwas anderes." Doch insgesamt verlief meine Lehrzeit in Ordnung und mit der Zeit begann mir mein Job sogar Spaß zu machen."

Mein damaliger Abteilungsleiter brachte mir sehr viel bei, was mir einiges erleichtert hat. Mit der Zeit kamen auf mich als Führungskraft natürlich eine Reihe von Herausforderungen zu. Doch ich baute mir ein wunderbares Team auf und gemeinsam meisterten wir alle Herausforderungen erfolgreich. Mein persönliches Wachstum war aber noch nicht abgeschlossen, ganz im Gegenteil, denn Jahr für Jahr spürte ich, wie ich noch ehrgeiziger wurde. Mein Ziel war es, der beste Service Manager der Abteilung Sonderreinigung bei ISS zu werden, und meine Ziele habe ich bisher stets erreicht. 

 

In meiner Abteilung stehen meine Mitarbeiter:innen an erster Stelle. Ohne ihr Engagement und ihre hervorragende Arbeit wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Deshalb unterstütze ich mein Team so gut ich kann und sorge dafür, dass es alles bekommt, was es für einen sicheren und guten Job braucht.

 

Nach über 29 Jahren bei ISS kann ich sagen: In meinen Adern fließt mittlerweile blaues Blut, und ich arbeite sehr gerne für diese Firma. Mein Ziel ist es, 50 Jahre bei ISS zu bleiben! 

Über den Autor

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Gabor Christian

Service Manager

Christian Gabor gehört seit 1996 zu ISS Österreich. Als Service Manager verantwortet er operative Abläufe, Kundenbetreuung und Teamkoordination. Besonders prägend sind  seine Loyalität, seine Teamorientierung und sein Weg vom Lehrling zum Manager.